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Anleitung: Der korrekte Einsatz von Rundschlingen für schwere Lasten

Anleitung: Der korrekte Einsatz von Rundschlingen für schwere Lasten

In vielen Werkstätten, auf Baustellen und in der Industrie sind Rundschlingen unverzichtbare Helfer, wenn es um das sichere Heben und Bewegen schwerer Lasten geht. Gleichzeitig gibt es aber immer wieder Unsicherheiten im praktischen Einsatz – und genau hier passieren die meisten Unfälle. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Rundschlingen korrekt und normgerecht einsetzen.

Was sind Rundschlingen und wann werden sie eingesetzt?

Rundschlingen bestehen aus einem endlosen Kern aus Hochleistungsfasern, der von einem schützenden Schlauch ummantelt wird. Sie sind:

  • besonders flexibel,
  • weich zur Lastoberfläche,
  • leicht im Handling,
  • in vielen Tragfähigkeiten und Längen erhältlich.

Typische Einsatzbereiche sind das Heben von Maschinenteilen, Stahlbauteilen, Betonfertigteilen oder sensiblen Oberflächen, die nicht beschädigt werden dürfen.

Normen und Kennzeichnungen: Worauf Sie achten müssen

Für den sicheren Einsatz von Rundschlingen gelten u. a. die Normen EN 1492-2 sowie die Anforderungen der DGUV-Regeln. Achten Sie immer auf:

  • Tragfähigkeit (WLL) in kg oder t,
  • Farbcode der Rundschlinge (z. B. violett = 1 t, grün = 2 t, gelb = 3 t, usw.),
  • Prüfplakette bzw. Etikett mit Hersteller, CE-Kennzeichnung, Produktionsjahr, Normangabe und Längenangabe,
  • Prüfintervalle gemäß betrieblicher Vorgaben und gesetzlichen Bestimmungen.

Ist das Etikett unlesbar, beschädigt oder fehlt es, darf die Rundschlinge nicht mehr eingesetzt werden.

Schritt 1: Sicht- und Funktionsprüfung vor jedem Einsatz

Vor dem Anheben jeder Last gilt: Prüfen Sie Ihre Rundschlinge sorgfältig. Achten Sie insbesondere auf:

  • Schnitte, Risse oder Abrieb im Mantel,
  • Aufquellungen, harte Stellen oder Verformungen,
  • Beschädigungen durch Hitze, Funken, Chemikalien oder UV-Strahlung,
  • deutlich verschmutzte oder ölgetränkte Bereiche,
  • vollständige und lesbare Kennzeichnung am Etikett.

Bei Zweifeln gilt: Sicherheit geht vor – Rundschlinge aussortieren und ersetzen.

Schritt 2: Die passende Rundschlinge auswählen

Wählen Sie Ihre Rundschlinge nie „nach Gefühl“, sondern immer anhand klarer Kriterien:

  • Gewicht der Last (inklusive eventueller Zusatzlasten wie Anschlagmittel),
  • Anschlagart (direktes Heben, Schnürgang, Korbanschlag usw.),
  • Neigungswinkel der Stränge (in der Regel 0–45° oder bis 60°),
  • Oberfläche der Last (scharfe Kanten, empfindliche Beschichtungen),
  • Umgebungsbedingungen (Temperatur, Chemikalien, Witterung).

Die zulässige Tragfähigkeit ändert sich je nach Anschlagart. Nutzen Sie dazu unbedingt die Tragfähigkeitstabellen des Herstellers oder die technischen Daten im Shop von Heben-Zurren.

Schritt 3: Last richtig anschlagen

Der korrekte Anschlag ist entscheidend für die Sicherheit. Beachten Sie folgende Grundregeln:

  • Rundschlingen nicht über scharfe Kanten führen – verwenden Sie Kantenschoner oder Schutzschläuche.
  • Keine Knoten in der Rundschlinge – Knoten reduzieren die Tragfähigkeit drastisch.
  • Rundschlinge so führen, dass sie gleichmäßig belastet wird, keine Verdrehungen oder Verdickungen.
  • Bei mehrsträngigen Anschlagmitteln auf gleichmäßige Winkel achten.
  • Hakenspitzen immer gegen unbeabsichtigtes Ausheben sichern.

Die Rundschlinge darf niemals durch scharfkantige Lastteile gequetscht oder eingeklemmt werden.

Häufige Fehler beim Einsatz von Rundschlingen

Aus der Praxis von Heben-Zurren kennen wir immer wieder ähnliche Fehlerquellen, die vermieden werden können:

  • Einsatz von beschädigten oder überalterten Rundschlingen,
  • falsche Tragfähigkeiten aufgrund fehlender Planung,
  • Verzicht auf Kantenschutz bei scharfen Kanten,
  • unsachgemäße Lagerung (z. B. dauerhaft im Freien, in Ölbädern oder auf dem Boden),
  • keine oder unzureichende Unterweisung der Mitarbeiter.

All diese Punkte lassen sich mit klaren Betriebsanweisungen, regelmäßigen Schulungen und einer konsequenten Prüf- und Dokumentationspraxis deutlich reduzieren.

Pflege, Lagerung und regelmäßige Prüfung

Damit Ihre Rundschlingen möglichst lange sicher eingesetzt werden können, sollten Sie auf eine fachgerechte Pflege und Lagerung achten:

  • Nach Gebrauch groben Schmutz entfernen,
  • nicht über den Boden schleifen oder hinter Fahrzeugen herziehen,
  • trocken, sauber und UV-geschützt lagern,
  • nicht in der Nähe von Wärmequellen, Chemikalien oder scharfen Kanten aufbewahren,
  • regelmäßige Prüfungen durch befähigte Personen gemäß DGUV-Vorgaben dokumentieren.

Fazit: Sicherheit beginnt bei der richtigen Auswahl und Anwendung

Rundschlingen sind leistungsfähige und flexible Anschlagmittel – vorausgesetzt, sie werden korrekt ausgewählt, geprüft und eingesetzt. Mit den oben genannten Schritten erhöhen Sie die Sicherheit in Ihrer Werkstatt, auf der Baustelle oder im Betrieb deutlich und verlängern gleichzeitig die Lebensdauer Ihrer Anschlagmittel.

Im Online-Shop von Heben-Zurren finden Sie eine große Auswahl an Rundschlingen, Schutzschläuchen und weiterem Hebe- und Zurrzubehör für den professionellen Einsatz. Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne mit individueller Beratung.

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