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So wählen Sie den richtigen Zurrgurt für Ihre Anforderungen aus

Ob beim Transport von Waren, beim Umzug oder bei der Sicherung von Equipment auf der Ladefläche – ein Zurrgurt ist ein unverzichtbarer Helfer. Doch Zurrgurt ist nicht gleich Zurrgurt. Die Wahl des falschen Gurtes kann nicht nur zu beschädigter Ladung führen, sondern stellt auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Eine korrekte Ladungssicherung ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt Sie, Ihre Mitarbeiter und andere Verkehrsteilnehmer. In diesem Leitfaden erfahren Sie, auf welche Kriterien Sie bei der Auswahl des perfekten Zurrgurts für Ihre spezifischen Anforderungen achten müssen.\n\n## Die Grundlagen: Material, Breite und Länge\n\nDie Basis eines jeden Zurrgurts sind seine physischen Eigenschaften. Diese drei Faktoren sind die erste und wichtigste Entscheidung.\n\n* **Material:** Das Gurtband besteht in der Regel aus synthetischen Fasern. **Polyester (PES)**, erkennbar am blauen Etikett, ist das gängigste Material. Es ist witterungsbeständig, UV-stabil und hat eine sehr geringe Dehnung (unter 4 %). Das macht es ideal für das Niederzurren, die häufigste Sicherungsmethode. **Polypropylen (PP)** (braunes Etikett) ist leichter und beständiger gegen Chemikalien, aber dehnbarer und weniger abriebfest. **Polyamid (PA)** (grünes Etikett) ist am elastischsten und eignet sich gut für das seltener angewendete Diagonalverzurren.\n* **Breite:** Die Gurtbreite (typischerweise 25 mm, 35 mm, 50 mm oder 75 mm) beeinflusst die Belastbarkeit und die Druckverteilung auf der Ladung. Ein breiterer Gurt verteilt den Druck auf eine größere Fläche, was besonders bei empfindlichen Gütern wichtig ist, um Druckstellen zu vermeiden.\n* **Länge:** Wählen Sie eine Länge, die zur Größe Ihrer Ladung und Ladefläche passt. Ein zu kurzer Gurt ist unbrauchbar, während ein zu langer Gurt zu einem unhandlichen „Gurt-Salat“ führen kann. Überschüssiges Gurtband muss stets gesichert werden, damit es nicht flattern und sich lösen kann.\n\n## Die entscheidenden Werte: Zulässige Zugkraft (LC) und Vorspannkraft (STF)\n\nDiese beiden Werte auf dem Etikett sind entscheidend für die Sicherheit und definieren die Belastbarkeit des Gurtes.\n\n* **Zulässige Zugkraft (LC – Lashing Capacity):** Die LC gibt die maximale Kraft an, der ein Gurt im geraden Zug standhalten kann, bevor er reißt. Sie wird in daN (dekaNewton) angegeben, wobei 1 daN ungefähr 1 kg entspricht. Beim „Umreifen“ oder „Bündeln“ einer Ladung verdoppelt sich dieser Wert. Ein Gurt mit einer LC von 2.500 daN kann also eine Last von 5.000 kg (5 Tonnen) im umreifenden Zustand sichern.\n* **Vorspannkraft (STF – Standard Tension Force):** Die STF ist nur beim Niederzurren relevant. Sie beschreibt die Kraft, die von der Ratsche auf das Gurtband übertragen und somit auf die Ladung gepresst wird. Eine höhere STF bedeutet, dass die Ladung fester auf die Ladefläche gedrückt wird, was die Reibungskraft erhöht und ein Verrutschen verhindert. Standardratschen erreichen oft eine STF von ca. 350 daN, während hochwertige Langhebelratschen (Ergo-Ratschen) Werte von 500 daN und mehr erzielen können.\n\n## Die Endbeschläge: Für jeden Zweck der richtige Haken\n\nDie Verbindung zwischen Gurt und Fahrzeug ist genauso wichtig wie der Gurt selbst. Der Endbeschlag muss zum Zurrpunkt am Fahrzeug passen.\n\n* **Spitzhaken:** Der universellste und am häufigsten verwendete Haken. Er passt in die meisten Zurrösen.\n* **Flachhaken/Krallenhaken:** Ideal für Zurrpunkte mit begrenztem Platz, z.B. an den Kanten von Ladebordwänden.\n* **Karabinerhaken:** Bieten zusätzliche Sicherheit, da sie sich nicht von alleine aushängen können.\n* **Ratsche:** Das Spannelement ist entscheidend für das Aufbringen der Vorspannkraft. Man unterscheidet zwischen **Druckratschen** (Standard) und **Zugratschen (Ergo-Ratschen)**. Letztere werden durch Ziehen bedient, was ergonomischer ist und die Übertragung höherer Kräfte ermöglicht.\n\n## Das Etikett richtig lesen und verstehen\n\nJeder zugelassene Zurrgurt muss ein Etikett tragen, das alle wichtigen Informationen enthält. Fehlt das Etikett oder ist es unleserlich, darf der Gurt nicht mehr verwendet werden!\n\n* **Farbe:** Wie bereits erwähnt, gibt die Farbe des Etiketts Auskunft über das Material (Blau = PES, Braun = PP, Grün = PA).\n* **LC (Lashing Capacity):** Die maximale Zugkraft im geraden Zug.\n* **STF (Standard Tension Force):** Die Vorspannkraft der Ratsche.\n* **SHF (Standard Hand Force):** Die Handkraft (normalerweise 50 daN), die nötig ist, um die STF zu erreichen.\n* **Herstellungsjahr und Norm:** Ein Zurrgurt unterliegt der Norm **EN 12195-2**. Das Herstellungsjahr hilft, das Alter des Gurtes einzuschätzen.\n\n## Fazit: Mit dem richtigen Zurrgurt auf der sicheren Seite\n\nDie Auswahl des richtigen Zurrgurts ist kein Hexenwerk, erfordert aber Sorgfalt. Achten Sie auf die fünf entscheidenden Kriterien: **Material**, **Maße (Breite/Länge)**, **Kraftwerte (LC/STF)**, die passenden **Endbeschläge** und ein **lesbares Etikett**. Investieren Sie stets in qualitativ hochwertige, nach EN 12195-2 geprüfte Zurrgurte und verzichten Sie auf Billigangebote ohne klare Kennzeichnung. Überprüfen Sie Ihre Gurte regelmäßig auf Risse, Einschnitte oder beschädigte Nähte. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihre Ladung – und alle um Sie herum – sicher ans Ziel kommen.

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